News Unsere Schule
Christoph Kohler schafft die Wahl
Der aus dem solothurnischen Gäu stammende Kandidat der Interpartei wird am Wochenende zum Nachfolger des demissionierenden Schulpräsidenten Markus Mendelin bestimmt.
Bericht: Rita Kohn, Tagblatt 13.02.2017
628 Stimmen hätte er gebraucht, 704 Stimmen hat er bekommen: Der einzige Kandidat für das Präsidium der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri liegt mit seinem Ergebnis 76 Stimmen über dem absoluten Mehr, das für eine Wahl im ersten Wahlgang nötig gewesen ist. 550 Wählerinnen und Wähler hatten einen anderen Namen aufgeschrieben, 407 legten den Wahlzettel leer in die Urne. Die Leerstimmen zählen nach einer Änderung des Gesetzes über das Stimm- und Wahlrecht im Jahr 2011 nicht mehr zu den massgebenden Stimmen. «Ich danke der Wählerschaft ganz herzlich und freue mich, die Nachfolge von Markus Mendelin anzutreten», sagt der neu gewählte Volksschulpräsident auf Anfrage. Zum Ergebnis äussern will er sich nicht. «Ich möchte es bei diesem Statement belassen», sagt er. Christoph Kohler wird in den nächsten Monaten nach Amriswil, Hefenhofen oder Sommeri ziehen, sein neues Amt als Schulpräsident ist mit Wohnsitzpflicht in den Grenzen der Volksschulgemeinde verbunden.
Neuanfang im Oberthurgau
Vor seiner Kandidatur für das Volksschulpräsidium in Amriswil war Christoph Kohler während zwei Jahren Direktor der Kreisschule Gäu, die er aufgrund einer sich zuspitzenden Auseinandersetzung mit einem Teil der Lehrerschaft vorzeitig verliess. Ein Headhunter hatte den Solothurner daraufhin auf die frei werdende Stelle in Amriswil aufmerksam gemacht. Christoph Kohler war der einzige Kandidat, der aus einem aufwendigen Assessment-Verfahren erfolgreich hervorgegangen war. Nach einer intensiven Anhörung entschied sich ein Ausschuss, ihn als Nachfolger für Markus Mendelin vorzuschlagen. Ein Vorschlag, den die Interpartei stützte. Für den Solothurner wird es nun im Oberthurgau einen Neuanfang geben.
Ungewöhnlich hoch ausgefallen ist mit 19,1 Prozent die Wahlbeteiligung. Das führte zu einem grösseren Aufwand zur Auszählung der Stimmen. Während die eidgenössischen Abstimmungsergebnisse schon alle vorlagen, mussten die Schulbürgerinnen und Schulbürger von Amriswil, Hefenhofen und Sommeri noch auf das Ergebnis warten. Erst kurz vor 16 Uhr wurden die Resultate verkündet. Schulpfleger Peter Ebinger begründete die ungewöhnlich lange Zeit der Auszählung mit der speziellen Situation in diesen Wahlen: Nicht nur dass trotz Einzelkandidatur für das Präsidium 550 gültige Stimmen für andere Personen aufgelistet werden mussten, 23 Stimmen mussten neben den 407 Leerstimmen auch als ungültig ausgesondert werden. Eine besondere Situation gab es auch schliesslich auch bei den ordentlichen Erneuerungswahlen in die Schulbehörde. Hier kandidierten für die acht Sitze zehn Frauen und Männer.
Schulbehörde gewählt
Auf die Erneuerungswahlen hin hatte Ruth Baratto als Vertreterin der Freien Gruppe Amriswil ihren Rücktritt erklärt. Die sieben anderen Bisherigen kandidierten erneut. Um einen Sitz in der Schulbehörde bewarben sich zudem drei Neue. Dadurch verzichtete die Interpartei entgegen früherer Jahre auf eine gemeinsame Wahlempfehlung.
Wiedergewählt wurden die bisherigen Mitglieder der Schulbehörde: Silvia Brunner mit 1210 Stimmen, Bernhard Gertsch mit 1234 Stimmen, Renate Koch mit 1107 Stimmen, Anita Länzlinger mit 1204 Stimmen, Melanie Lüthi mit 1200 Stimmen, Samuel Oberholzer mit 1216 Stimmen und Severin Preisig mit 1023 Stimmen. Sie alle schafften die Hürde des absoluten Mehrs von 664 Stimmen souverän. Neu in die Schulbehörde einziehen wird die Kandidatin der Freien Gruppe, Cornelia Kuster-Rohner. Sie lässt Remo Müller von der SP und den parteilosen Pascal Reis klar hinter sich. Auf Cornelia Kuster-Rohner entfielen 870 Stimmen, auf Remo Müller 786 Stimmen und auf Pascal Reis 656 Stimmen.
Auch bei den Wahlen in die Schulbehörde gab es Leerstimmen. Mit 121 leeren Wahlzetteln blieben die aber markant unter der Zahl jener, die bei der Wahl des Schulpräsidenten eingelegt wurden. Die Stimmbeteiligung lag bei 19,1 Prozent, ungültig waren 24 Wahlzettel.
