News Unsere Schule
Der flammende Appell der Gemeindepräsidentin
Der Infoanlass zur Schulhauserweiterung in Sommeri stiess auf grosses Interesse. Moniert wurde der ehrgeizige Zeitplan für den Neubau.

«Beinahe so viele Leute, wie an der Schulgemeindeversammlung», sagt Schulpräsident Michael Stäheli zum Aufmarsch. Bild: Manuel Nagel
Bericht: Thurgauer Zeitung, 15.02.2024 - Manuel Nagel
Schulpräsident Michael Stäheli-Engel und sein Vize Samuel Oberholzer, zugleich auchVerantwortlicher für die Bauvorhaben in der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri, hatten am Dienstagabend in der Turnhalle Sommeri keinen einfachen Stand, waren jedoch gut gewappnet. Aus der gut gefüllten Turnhalle gab es zahlreiche Fragen und kritische Voten zum geplanten Erweiterungsneubau des Schulhauses Sommeri.
Die erste Kritik gab es gleich zu Beginn für das Wort «Nachtragskredit». Da würde doch die Schulbürgerschaft gleich rotsehen, wenn man dieses Wort nur schon lese, sprach Karl Spiess, der vor Bildung der VSG 16 Jahre lang in der Amriswiler Schulbehörde war, zuletzt als Oberstufenpräsident. Strategisch sei das ein Fehler, meinte er zum jetzigen Führungsduo.
Samuel Oberholzer entgegnete, dass es formell als Nachtragskredit bezeichnet werden müsse, weil man in einem ersten Schritt für die Projektierung nur 100000 Franken ins Budget genommen habe, um überhaupt die genauen Kosten für die gesamte Projektierung eruieren zu können. Doch auch der Vizepräsident war sichtlich unglücklich mit diesem Begriff.
Die Kosten waren an diesem Abend ein grosses Thema. Nicht nur die Summe der Projektierung, sondern auch die Summe des geplanten Erweiterungsbaus von 13 Millionen Franken wurde immer wieder in die Runde geworfen. Schulpräsident Stäheli musste mehrmals erklären, dass diese 13 Millionen die oberste Grenze seien, jedoch für die Maximalvariante mit sechs Schulzimmern sowie allen dazugehörigen Nebenräumen wie Aula, Gruppenräumen, Lehrerzimmer, sanitären Anlagen und so fort. Sommeri bräuchte Stand jetzt nur vier neue Zimmer. Nun wolle man abklären, ob man Schulraumreserve schaffen soll.
Ralph Brunner hielt den ehrgeizigen Zeitplan des Projekts für zu ambitioniert. Es gebe zu viele Unsicherheiten. Er plädierte für eine gründlichere Abklärung und allenfalls einen Schritt zurück. Ob man nicht das historische Schulhaus an der Strasse renovieren könne, fragte ein anderer Schulbürger, doch Stäheli machte klar, dass dies sehr teuer käme und man damit nicht den erforderlichen Platz bekäme. All das habe man bereits abgeklärt.
Auch der Verlust eines Teils der bestehenden Rasenfläche kam wieder aufs Tapet, was auf den Turnverein Auswirkungen habe. All das veranlasste die Sommerer Gemeindepräsidentin Priska Rechsteiner am Ende zu einem flammenden Appell. An diesem Abend sei es nur um Kosten und um andere Interessen gegangen, jedoch nicht um jene, für die man das Schulhaus ja baue – «für unsere Kinder hier in Sommeri». Sie lobte die Zusammenarbeit mit der Schule und warb für ein Ja zum Kredit.
Hinweis:
Am 3. März befinden die Schulbürger von Amriswil, Hefenhofen und Sommeri über einen Nachtragskredit von 785400 Franken für die Projektierung der Schulhauserweiterung in Sommeri.