News Hefenhofen
Erleichterung in Amriswil
Das gemeinsame Projekt der Schule mit der Politischen Gemeinde Hefenhofen wird deutlich angenommen.

Neben dem bestehenden Schulhaus Sonnenberg (links) liegt das Projekt Tim und Struppi mit dem Neubau Gemeindehaus von Hefenhofen (rechts) und der angebauten Schulraumerweiterung, die viel breiter, aber auch etwas tiefer ist. Bild: Manuel Nagel
Bericht Thurgauer Zeitung online: 28.09.2026 / Manuel Nagel
«Hefenhofen sagt Ja zur Zukunft», schreibt die Gemeinde leicht euphorisch zum Abstimmungsergebnis auf ihrer Website. Und weil nebst Hefenhofen auch die Schulbürgerinnen und Schulbürger von Amriswil und Sommeri das gemeinsame 15-Millionen-Projekt gebilligt haben, kann der Erweiterungsbau der Schule und das neue Hefenhofer Gemeindehaus unter einem Dach gebaut werden. Auch wenn er mit einer Zustimmung gerechnet habe, sei im Vorfeld der Abstimmung eine gewisse Verunsicherung im Schulumfeld dagewesen, gibt Michael Stäheli-Engel unumwunden zu. Der Präsident der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri sagt, die zwei vom Volk abgelehnten Bauprojekte in Sommeri und in Hemmerswil hätten ihre Spuren hinterlassen. Denn jene zwei Bauprojekte seien ebenso gut ausgearbeitet gewesen, wie nun dieses hier, das ziemlich genau zwei Drittel der Stimmberechtigten angenommen haben. 1881 Ja (66,70 Prozent) stehen 939 Nein gegenüber.
Gelassenheit beim Gemeindepräsidenten
Etwas gelassener sah Hefenhofens Gemeindepräsident Thomas Schnyder der Abstimmung entgegen, auch wenn seine Gemeinde vom Resultat der Schule abhängig war und sonst das ganze Projekt ins Wasser gefallen wäre. Doch Schnyder war nicht nur überzeugt, dass Hefenhofen klar zustimmt, was mit 75,57 Prozent (300 Ja, 97 Nein) der Fall war, sondern dass auch aus den zwei anderen politischen Gemeinden der VSG ein Ja resultiert. Es habe keine Opposition gegeben, alle Parteien hätten das Projekt unterstützt. Nach dem klaren Ja der beiden Körperschaften ist Schulpräsident Michael Stäheli-Engel erfreut und sagt: «Das Ergebnis ist ein starkes Zeichen für unsere Schule und gibt uns die notwendige Planungssicherheit.» Nun könne man die nächsten Schritte angehen und gemeinsam einen zeitgemässen Schulraum schaffen, der den Bedürfnissen der Schülerschaft langfristig gerecht werde.
Schulstandort Sonnenberg wird mit Neubau gestärkt
Die Schule betonte immer wieder, die Erweiterung des Schulraums sei angesichts der steigenden Schülerzahlen dringend nötig. Mit dem Neubau werde der Sonnenberg als attraktiver Lern- und Begegnungsort gestärkt, teilt die Schulbehörde nach dem deutlichen Volks-Ja mit. Und durch die gemeinsame Realisierung mit dem Gemeindehaus Hefenhofen könnten zudem wertvolle Synergien genutzt werden. Bereits in dieser Woche findet die nächste Sitzung der Baukommission statt, sagt Gemeindepräsident Thomas Schnyder. Man bereite die Baueingabe vor, die noch diesen Herbst erfolgen soll. Mit Einsprachen rechnet Schnyder nicht, da man sich bereits im Vorfeld mit allen Anstössern geeinigt habe. Parallel dazu will man den Ausschreibungsprozess angehen. Läuft alles nach Plan, startet der Bau im kommenden Sommer und kann zwei Jahre später, auf Beginn des Schuljahres 2029/2030 hin, bezogen werden.