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Mehr Ertrag, weniger Beitrag
Die Schule Amriswil-Hefenhofen-Sommeri rechnet für das kommende Jahr mit einem Rückschlag von über 250 000 Franken. Das könne durch die vorhandene Eigenkapitaldecke aufgefangen werden, sagt die Schule.
Bericht und Bild Tagblatt online: 17.11.2015; Rita Kohn
Bildlegende: Die Schule will die beiden alten Schulhäuser in Oberaach verkaufen.
Dass die Schule Amriswil nicht auf Rosen gebettet ist, steht schon lange fest. Auch jetzt wird sie vom steigenden Steuereinkommen in Amriswil kaum profitieren – was im kommenden Jahr an Mehreinnahmen bei den Steuern zu erwarten ist, fällt bei den Staatsbeiträgen wieder weg.
Gerechnet wurde für das Budget 2016 erneut mit einem Steuerfuss von 100 Prozent. Das dürfte zu einem um 6,5 Prozent höheren Ertrag aus Steuern führen. Grund für die Zunahme sind einerseits die Revision des Pendlerabzugs bei der Steuererklärung und andererseits die rege Bautätigkeit und damit verbunden eine Zunahme der Steuerpflichtigen.
Weniger Rückschlag als 2015
Mehr als ein Steuerprozent (232 000 Franken) wird gemäss Budget der Rückschlag im kommenden Jahr ausmachen. Bei einem Umsatz von über 30 Millionen Franken rechnet die Schule mit einem Minus von 251 800 Franken. Obwohl mit höherem Personalaufwand und weniger Beitragsleistungen durch den Kanton gerechnet wird, dürfte das Defizit um knapp 65 000 Franken tiefer ausfallen, als es für das laufende Rechnungsjahr budgetiert worden ist.
Der zu erwartende Rückschlag könne durch das Eigenkapital aufgefangen werden, heisst es in der Botschaft zum Voranschlag 2016. Bei der Rechnung 2014 hatte die Schule noch einen Vorschlag von über 450 000 Franken geschrieben. Doch mit den schwarzen Zahlen dürfte es vorläufig vorbei sein. Der Finanzplan geht auch in den kommenden Jahren von Rückschlägen und einem steigenden Fremdkapital aus.
Personalaufwand steigt
Obwohl von einem Verzicht auf Teuerungsausgleich auszugehen ist, wird der Personalaufwand im kommenden Rechnungsjahr steigen. Einerseits muss im Kindergarten Hemmerswil eine zusätzliche Abteilung geführt werden, andererseits erhöht die Pensionskasse Thurgau den Arbeitgeberbeitrag um 0,33 Prozent, was zu Mehrkosten von 45 000 Franken führt.
Aufgefangen werden die höheren Personalkosten teilweise durch den Wegfall einer Mittelstufenklasse ab August 2016 und eine sich aufgrund sinkender Schülerzahlen leicht vermindernde Lohnsumme in der Sekundarschule.
Positiv zu Buche schlagen die sinkenden Passivzinsen sowie die trotz hohen Investitionen rückläufigen Abschreibungen.
Nicht ganz vergleichbar
Die Umstellung auf das neue Rechnungsmodell erschwere es, die Budgetzahlen für das Jahr 2016 mit denjenigen der vergangenen Jahre zu vergleichen. Neue Abschreibungssätze und andere Vorgehensweise bei der Bewertung des Finanzvermögens verändern das Bild. Dafür sollen die Rechnungen der verschiedenen Gemeinden künftig besser miteinander verglichen werden können.
Über das Budget der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri sowie den Steuerfuss stimmen die Berechtigten an der Schulgemeindeversammlung ab. Diese findet am Montag, 7. Dezember, in der Mehrzweckhalle Sonnenberg in Hefenhofen statt.
Neues Rechnungsmodell
Bis spätestens 1. Januar 2018 müssen alle Gemeinden ihre Rechnung auf das neue Modell HRM2 umgestellt haben. Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri zieht diese Umstellung bereits auf den 1. Januar 2016 vor. Das hat zur Folge, dass noch vor Ende Jahr die beiden alten Schulhäuser in Oberaach und das Schulhaus Räuchlisberg ins Finanzvermögen überführt und neu bewertet werden. Diese Schulhäuser stehen zum Verkauf. Die Wertberichtigung kann 2015 noch im Erneuerungsfonds für Baunebenkosten verbucht werden, ab 2016 wäre das nach HRM2 nicht mehr möglich.
