News Unsere Schule
Verein wagt zweiten Versuch
Eine Betreuung der Schulkinder während der Ferien: Dieses Pilotprojekt des Vereins Aki ist mangels Anmeldungen in den Frühlingsferien nicht zustande gekommen. Jetzt wird das Angebot für die Herbstferien noch einmal aufgegleist.
Bericht: Tagblatt Online: 12. Mai 2015, Maya Mussilier
Bildlegende:
Bei einer lustigen Runde «Uno» spielt auch Aki-Präsident Matti Fleischer gerne mit. (Bild: Reto Martin)
«Es ist wie ein Déjà-vu», sagt Matti Fleischer. Der Präsident des Vereins Aki (Ausserfamiliäre Kinderbetreuung) vergleicht den nicht zustande gekommenen Pilotversuch einer Ferienbetreuung während der Sommerferien mit dem Start des Aki vor zehn Jahren. «Das lief sehr harzig an und brauchte lange Zeit», sagt er. Gestartet sei man damals mit drei Kindern. Heute hat sich das Angebot für Kindergartenkinder und Primarschüler gut etabliert. Zum zehnjährigen Bestehen hatte sich der Verein nun vorgenommen, einen Schritt weiter zu gehen und Versuchsweise eine Betreuung über die Ferien anzubieten.
Es braucht pro Tag zehn Kinder
«Leider gab es nur eine Anmeldung, zehn Kinder müssten es pro Betreuungstag sein», sagt Matti Fleischer. Er ist trotzdem nicht frustriert, sagt aber: «Persönlich habe ich schon gedacht, dass wir das Angebot im Frühling schon durchziehen könnten. Wir müssen der Realität ins Auge blicken. Wir leben nicht in einer Grossstadt. Hier draussen braucht es einfach etwas länger.»
Es habe sich gezeigt, dass viele gar nicht gewusst hatten, dass es dieses Angebot gebe. Oder aber sie hätten die Beaufsichtigung während den Frühlingsferien bereits anderweitig organisiert gehabt. «Ganz viele Familien planen die Betreuung jeweils schon für das ganze Schuljahr.»
Die ersten Informationen zum Pilotprojekt im Frühling wurden schon im Oktober des letzten Jahres herausgegeben. Flyer wurden den Kindern aber erst im Januar mit nach Hause gegeben. Das sei wahrscheinlich für viele Familien zu kurzfristig gewesen, um noch einmal neu zu planen.
Aktiver bewerben
Das Aki startet in den Herbstferien einen zweiten Versuch. «Wir werden die Ferienbetreuung sicher aktiver bewerben», sagt Matti Fleischer. Der Präsident ist nach wie vor überzeugt, dass eine Ferienbetreuung auch in Amriswil einem Bedürfnis entspricht. Es habe jetzt schon Interessierte für die Herbstferien gegeben. Wie viele davon das Angebot wirklich nutzen würden, könne er natürlich noch nicht abschätzen. Sollte das Projekt jetzt zum Laufen kommen, könnte ein weiterer Ausbau folgen. Allerdings müsse das Angebot vorsichtig aufgebaut werden, sagt Matti Fleischer. Für das Aki sei das doch ein grosser Lupf.
Ein Fernziel sei es, die Aki-Betreuung analog dem Kinderhaus Floh durchzuziehen. Dann wäre das Aki bis auf vier Wochen im Jahr auch während den Schulferien geöffnet. Matti Fleischer glaubt, dass dies ein Standortvorteil für Amriswil wäre. Für den Präsidenten des Aki ist es ein erklärtes Ziel, dass es in Amriswil irgendwann ein durchgehendes Betreuungsangebot bis zum Ende der Schulzeit gibt.
Kinder werden in den Ferien ganz- oder halbtags betreut
Aki-plus heisst das Ferienbetreuungsprojekt des Vereins Aki. «Es wird nicht ein spezielles Ferienprogramm à la Ferienpass geboten», betont Matti Fleischer. Vielmehr wolle man das normale Betreuungsprogramm einfach über die Ferien weiterziehen. Aufgrund der Rückmeldungen nach dem ersten Pilotversuch wurden jetzt die buchbaren Betreuungseinheiten angepasst. So ist es in den Herbstferien möglich, nicht nur ganze Tage sondern auch halbe Tage inklusive Mittagessen zu buchen. «Wir sind also noch flexibler», sagt der Präsident des Vereins Aki. Bei zehn Anmeldungen für einen Tag wird die Ferienbetreuung an diesem Tag durchgeführt. Anmeldungen sind bis 24. August unter: www.schulenamriswil.ch oder über Telefon 058 346 14 00 möglich.
