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«Wir wollen eine Lücke füllen»
Sein Jubiläum will der Verein Aki nicht mit einem Fest feiern. Stattdessen weitet der Verein sein Angebot aus. Während der Frühlingsferien bietet der Verein erstmals eine Betreuung für Kindergarten- und Primarschulkinder an.
Tagblatt: 15.1.2015 Maya Mussilier
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Sie essen zusammen wie in einer grossen Familie: Luisa, Praktikant Max Stingelin, Sara, Linet, Ulrike Ebneter, Leitung Betreuung, und Salome. (Bild: Nana do Carmo)
«Das Problem sind die Schulferien», sagt Matti Fleischer, Präsident des Vereins Ausserfamiliäre Kinderbetreuung (Aki). Das alte Familienmodell, bei dem der Mann 100 Prozent arbeitet und die Mutter sich ganz der Familie widmet, sei nicht mehr vorherrschend. Sehr oft müssten beide Elternteile arbeiten. «Beim Aki haben sie die Möglichkeit ihre Kinder im Kindergarten- bis Ende Primarschulalter betreuen zu lassen. Dies aber nicht während der Schulferien.» Für Matti Fleischer war es schon von Beginn weg ein Ziel, diese Lücke während der Schulferien zu füllen. Jetzt startet der Verein mit einem entsprechenden Projekt. Während der Frühlingsferien wird erstmals eine Betreuung angeboten. «Wir haben den Kindern Flyer verteilt, um die Eltern auf das Angebot aufmerksam zu machen.»
Es braucht zehn Kinder
Matti Fleischer ist gespannt, wie viele Rückmeldungen der Verein bekommen wird. Er weiss, dass das Bedürfnis nach einer Ferienbetreuung vorhanden ist, ist sich aber auch bewusst, dass es nicht einfach wird. «Wir brauchen mindestens zehn Kinder täglich, um starten zu können. Die Zeit für den Projektstart könnte allenfalls zu kurz sein.» Es gebe sicher Eltern, die bereits eine Lösung für die Betreuung während der Frühlingsferien gefunden hätten. «Klappt es im Frühling mangels Anmeldungen noch nicht, dann werden wir es im Herbst nochmals versuchen», sagt Matti Fleischer. Sein Ziel wäre es, dass das Aki wie das Kinderhaus Floh nur vier Wochen im Jahr geschlossen wäre – zwei Wochen im Sommer und zwei über die Weihnachtstage.
Wie in einer Grossfamilie
Auf die Frage, wie die Kinder den ganzen Tag über beschäftigt werden sollen, meint Matti Fleischer: «Das Aki hat familiären Charakter. Für die Kinder ist es wie in einer Grossfamilie. Man könnte beispielsweise zusammen kochen, einkaufen oder Ausflüge unternehmen.» Er sähe aber auch die Möglichkeit zum Beispiel mit einem Theaterprojekt spielerisch zu lernen.
Am 21. Februar lädt die Psychomotorik-Therapie an der Nordstrasse 15 in Amriswil von 9 bis 13 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Gleichzeitig öffnet auch das Aki seine Türen für Interessierte.
